Egal, ob Gehweg, Gartenweg oder gepflasterter Hof: Pflastersteine sind die ideale Wahl, wenn Sie einen festen Boden brauchen, auf dem nichts wachsen soll. Gleichzeitig vereinen sie die praktische Befestigung mit einem heimischen und gemütlichen Look. Damit das lange so bleibt, kommt es auf die richtige Reinigung an. Wir vom Naturstein Zentrum Ruhr, Ihrer Adresse für Natursteine in Bochum sowie für Pflastersteine in Dortmund, verraten Ihnen, wie Sie Ihr Pflaster sauber halten, ohne ihm dabei zu schaden.
Das Wichtigste in Kürze
- Loser Dreck lässt sich einfach mit einem Besen zusammenkehren.
- Hartnäckigere Verschmutzungen lösen Sie mit einem Schrubber oder Hochdruckreiniger.
- Nicht jedes Pflaster verträgt jede Reinigungsmethode und jeden Reiniger.

Pflaster säubern: Diese Möglichkeiten gibt es
Je nach Verschmutzungsgrad und Art des Pflasters stehen Ihnen verschiedene Reinigungsmethoden zur Verfügung – von der schonenden Handarbeit bis zum kraftvollen Hochdruckreiniger. Welche Methode die richtige ist, hängt sowohl vom Material Ihrer Steine als auch von der Art der Verschmutzung ab. Grundsätzlich haben Sie folgende Möglichkeiten:
- Abkehren: für losen Dreck, Erde und Laub
- Schrubben mit der Bürste: für Beläge und Flechten auf kleineren Flächen
- Reinigung mit dem Hochdruckreiniger: für hartnäckige Flecken und Grünbelag auf großen Flächen
- Spezielle Reinigungsmittel: zur Unterstützung bei hartnäckigen Verschmutzungen
Im Folgenden erklären wir Ihnen die verschiedenen Methoden im Detail.
Pflastersteine ohne Hochdruckreiniger reinigen
Nicht jeder besitzt einen Hochdruckreiniger und für empfindliche Natursteine ist er ohnehin nicht immer die beste Wahl. Glücklicherweise gibt es effektive Alternativen, die Ihr Pflaster schonend säubern:
- Besenreinigung: Losen Dreck, Erde oder herabgefallene Blätter entfernen Sie einfach mit einem handelsüblichen Besen. Gleichzeitig verteilen Sie dabei den Sand wieder in die Fugen und stabilisieren dadurch die einzelnen Steine. Diese einfache Methode sollte regelmäßig angewendet werden, um größere Verschmutzungen von vornherein zu vermeiden.
- Manuelle Reinigung mit Bürste und Schrubber: Mit einer Bürste mit groben Borsten, Wasser und einem sanften Reiniger lassen sich Beläge und Flechten vom Pflaster entfernen. Für großflächige Arbeiten eignet sich ein Schrubber mit langem Stiel, um den Rücken zu schonen. Das dauert zwar seine Zeit und ist anstrengend – und damit nicht für große Flächen ideal –, schont aber das Material optimal.
- Unkrautentfernung von Hand: Unkraut in den Fugen lässt sich mit speziellen Fugenkratzern oder Unkrautstechern mechanisch entfernen. Diese Werkzeuge haben meist eine schmale, gebogene Klinge, mit der Sie die Pflanzen samt Wurzeln aus den Zwischenräumen ziehen können. Diese Methode ist zwar zeitaufwendig, schont aber die Fugen und der Fugensand bleibt weitgehend erhalten. Ein Gasbrenner oder elektrische Unkrautvernichter mit Hitze sind weitere Alternativen, die ohne Chemie auskommen.
- Spezielle Reinigungsmittel: Damit sich Grünbeläge und andere Verschmutzungen leichter lösen lassen, gibt es spezielle Reiniger für Pflaster. Diese müssen nach dem Auftragen meistens eine Weile einwirken, bevor sie abgespült werden können. Achten Sie darauf, zu umweltverträglichen Mitteln zu greifen. Schließlich gelangen diese nach der Reinigung in den Boden und den Wasserkreislauf. Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Hausmittel und Tipps aus dem Internet, deren Wirkung nicht belegt ist.
Pflastersteine mit dem Hochdruckreiniger reinigen
Der Hochdruckreiniger ist eines der effektivsten Werkzeuge zur Pflasterreinigung, erfordert aber die richtige Technik und das passende Zubehör. Hartnäckige Flecken und Grünbelag lassen sich damit am einfachsten entfernen. Das Wasser dringt auch in kleine Spalten ein und hinterlässt Ihr Pflaster wie neu.
Für große Flächen empfiehlt sich ein Flächenreiniger (auch Rotordüse genannt), der den Wasserstrahl gleichmäßig verteilt und verhindert, dass einzelne Stellen zu stark beansprucht werden. Diese Aufsätze arbeiten mit rotierenden Düsen unter einer Schutzhaube und ermöglichen ein streifenfreies Ergebnis. Für Fugen und Ecken können Sie eine Punktstrahldüse verwenden, sollten dabei aber besonders vorsichtig sein.
So gehen Sie beim Reinigen richtig vor:
- Beginnen Sie mit einem niedrigeren Druck (etwa 80–100 bar) und testen Sie die Verträglichkeit an einer unauffälligen Stelle.
- Halten Sie einen Abstand von mindestens 30 cm zur Oberfläche ein.
- Führen Sie den Flächenreiniger in gleichmäßigen, überlappenden Bahnen über das Pflaster.
- Arbeiten Sie sich systematisch vor, um keine Stellen zu übersehen.
- Nutzen Sie für Fugen und Ecken eine Punktstrahldüse, aber mit Vorsicht.
Der Hochdruckreiniger eignet sich auch hervorragend, um Unkraut aus den Fugen zu entfernen. Der kraftvolle Wasserstrahl löst die Pflanzen mitsamt ihren Wurzeln. Allerdings wird dabei auch der Fugensand ausgespült, den Sie anschließend wieder auffüllen müssen. Arbeiten Sie hier mit einer schmalen Düse und führen Sie den Strahl entlang der Fugen. Bedenken Sie, dass diese Methode zwar effektiv ist, aber regelmäßig wiederholt werden muss, da Unkraut immer wieder nachwächst.
Schonende Reinigung für empfindlichen Naturstein
Nicht jedes Pflaster verträgt aggressive Reiniger oder den harten Strahl eines Hochdruckreinigers. Vor allem Natursteine sind empfindlich und werden durch falsches Reinigen schnell stumpf und glanzlos. Prägen Sie sich daher die Hinweise, die Sie beim Kauf Ihres Natursteinpflasters bekommen, genau ein. Im Zweifelsfall können Sie Reinigungsmittel an einer unauffälligen Stelle ausprobieren und Ihr Pflaster somit auf seine Verträglichkeit prüfen.
Vor allem bei Pflaster aus porösem Naturstein sollten Sie auf das Säubern mit einem Hochdruckreiniger verzichten. Dieser höhlt den Stein aus und nutzt ihn dadurch stark ab. Auch wenn es aufwendiger und anstrengender ist, sollten Sie hier lieber zum Schrubber greifen und das Pflaster damit sanft säubern.
So bleibt Ihr Pflaster lange wie neu
Wie können Sie Ihr Pflaster pflegen, damit es auch nach vielen Jahren noch gut aussieht? Indem Sie es regelmäßig abkehren, können Sie verhindern, dass sich Staub und Erde festsetzen und zu hartnäckigen Verschmutzungen werden. Dadurch ersparen Sie sich den Einsatz aggressiver Reiniger und anstrengendes Schrubben. Außerdem sollten Sie Flecken immer so schnell wie möglich entfernen. Denn Flüssigkeiten und Öle ziehen mit der Zeit tief in den Stein ein und lassen sich dann nur noch schwer oder sogar gar nicht mehr entfernen. Beseitigen Sie kleinere Missgeschicke sofort, bleibt Ihr Pflaster lange sauber und so gut wie neu.